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Ein feuchter Fleck sagt Ihnen, wo das Wasser ankommt – nicht, wo es austritt. Zwischen beidem können mehrere Meter Leitung liegen. Wer an der feuchten Stelle aufstemmt, öffnet deshalb oft die falsche Wand. Wir grenzen die undichte Stelle zuerst ein und öffnen erst, wenn feststeht wo.
Woran Sie ein verstecktes Leck erkennen
Ein Leck hinter Putz oder unter dem Estrich zeigt sich selten als Pfütze. Meistens sind es Kleinigkeiten, die über Wochen auffallen.
- Der Wasserzähler läuft, obwohl alle Hähne zu sind
- Ein dunkler Fleck an Wand, Decke oder Sockelleiste, der langsam größer wird
- Muffiger Geruch in einem Raum, ohne sichtbare Ursache
- Abplatzende Farbe, Blasen im Putz oder sich lösende Tapete
- Eine warme Stelle im Boden oder ungewöhnlich kalte Bereiche an der Wand
- Rauschen in der Leitung, auch wenn kein Wasser gezapft wird
- Schimmel in einer Ecke, die vorher trocken war
- Eine auffällig hohe Wasserrechnung ohne geänderten Verbrauch
So gehen wir bei der Leckortung vor
Wir arbeiten uns vom Groben zum Feinen. Jeder Schritt grenzt den möglichen Bereich weiter ein, damit am Ende so wenig wie möglich geöffnet werden muss.
- Bestandsaufnahme und Zählerkontrolle Wir sehen uns die betroffene Stelle an, fragen den Verlauf ab und prüfen am Wasserzähler, ob tatsächlich Wasser verloren geht. Das unterscheidet ein Leitungsleck von Kondensat oder von Feuchtigkeit, die von außen kommt.
- Feuchtemessung Mit einem Messgerät tasten wir Wand, Boden und Sockelbereich ab und zeichnen auf, wo die Feuchtigkeit am höchsten ist. So entsteht ein Bild davon, in welche Richtung sich das Wasser ausgebreitet hat.
- Abschnitte abdrücken Die Leitung wird abschnittsweise unter Druck gesetzt. Fällt der Druck in einem Abschnitt ab, liegt das Leck dort – und alle anderen Abschnitte sind ausgeschlossen.
- Akustische Ortung Austretendes Wasser erzeugt ein Geräusch, das sich über das Rohr und den Baukörper fortpflanzt. Mit Körperschallmikrofonen hören wir die Leitung ab und arbeiten uns auf die lauteste Stelle zu.
- Thermografie oder Prüfgas, wenn nötig Bleibt der Bereich zu groß, kommen weitere Verfahren dazu: eine Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar, mit Prüfgas lässt sich auch eine sehr kleine Undichtigkeit punktgenau anzeigen.
- Markieren, öffnen, reparieren Wir markieren die Fundstelle, besprechen mit Ihnen den nächsten Schritt und nennen die Kosten. Erst dann wird geöffnet – so klein wie möglich – und die Leitung instand gesetzt.
Welches Verfahren wofür
Kein Verfahren passt auf jeden Fall. Meist kombinieren wir zwei oder drei, weil sich die Ergebnisse gegenseitig bestätigen müssen.
| Feuchtemessung | Grenzt den betroffenen Bereich ein und zeigt, wie weit sich die Nässe schon ausgebreitet hat. Immer der erste Schritt, sagt aber noch nichts über die genaue Austrittsstelle. |
|---|---|
| Druckprüfung | Zeigt zuverlässig, ob und in welchem Abschnitt eine Leitung undicht ist. Besonders nützlich, um große Teile der Installation auszuschließen. |
| Akustische Ortung | Findet Austrittsstellen an Druckleitungen sehr genau. Funktioniert am besten, wenn es ruhig ist – deshalb arbeiten wir damit gelegentlich früh morgens oder abends. |
| Thermografie | Macht Temperaturunterschiede an Oberflächen sichtbar. Hilfreich, um den Verlauf einer Leitung und den feuchten Bereich darzustellen, ersetzt aber keine punktgenaue Ortung. |
| Prüfgas | Sehr kleine Undichtigkeiten, die weder Druckabfall noch Geräusch erzeugen, lassen sich damit punktgenau anzeigen. Kommt zum Einsatz, wenn die anderen Verfahren kein eindeutiges Ergebnis liefern. |
| Kamerainspektion | Bei Abwasser- und Grundleitungen fahren wir mit einer Kamera in das Rohr und sehen Risse, Versätze oder Wurzeleinwuchs direkt. Siehe auch Kanalreinigung. |
Wovon der Aufwand abhängt
Manche Lecks sind in zwanzig Minuten gefunden, andere brauchen einen halben Tag. Diese Punkte entscheiden darüber:
- Zugänglichkeit: freiliegende Leitung oder Rohr unter Estrich
- Größe des verdächtigen Bereichs: ein Raum oder eine ganze Etage
- Art der Leitung: Druckleitung oder drucklose Abwasserleitung
- Menge des austretenden Wassers: tropfend oder deutlich hörbar
- Baujahr und Bauweise: Altbau mit unklarem Leitungsverlauf
- Störgeräusche: Straßenlärm erschwert die akustische Ortung
Was wir Ihnen zusagen können: Sie erfahren vor Beginn, wie wir vorgehen und was das kostet. Wenn sich abzeichnet, dass der Aufwand größer wird als besprochen, halten wir an und stimmen uns mit Ihnen ab – nicht hinterher auf der Rechnung. Mehr dazu unter Preise und Abrechnung.
Häufige Fragen zur Leckortung
Das, was uns zu diesem Thema am häufigsten gefragt wird.
Muss für die Ortung die Wand aufgestemmt werden?
Für die Ortung selbst in aller Regel nicht. Feuchtemessung, Druckprüfung, akustische Ortung, Thermografie und Prüfgas arbeiten alle von außen.
Geöffnet wird erst für die eigentliche Reparatur – und dann gezielt an der markierten Stelle. Genau darin liegt der Sinn der Ortung: eine kleine Öffnung statt einer aufgerissenen Wand.
Wie lange dauert eine Leckortung?
Bei einer klar eingegrenzten Stelle sind wir oft in ein bis zwei Stunden fertig. Ist der Leitungsverlauf unbekannt oder der feuchte Bereich groß, kann es deutlich länger dauern.
Nach der ersten Messung können wir Ihnen meist gut einschätzen, worauf es hinausläuft – und sagen es Ihnen dann auch.
Was kostet eine Leckortung?
Das hängt vom Aufwand ab, den die oben genannten Punkte bestimmen. Seriös lässt sich ein Preis erst nennen, wenn klar ist, womit wir es zu tun haben.
Sie erfahren die Kosten aber vor Arbeitsbeginn, nicht danach. Wie wir abrechnen, steht auf der Seite Preise und Abrechnung. Die telefonische Ersteinschätzung ist kostenlos.
Zahlt die Versicherung die Leckortung?
Häufig ja, wenn der zugrunde liegende Wasserschaden versichert ist – die Ortung gilt dann als Teil der Schadenermittlung. Ob das in Ihrem Fall zutrifft, entscheidet allein Ihre Versicherung anhand Ihres Vertrags.
Was hilft: den Schaden früh melden, eigene Fotos machen und sich den Ortungsbericht geben lassen. Mehr dazu unter Wasserschaden beheben.
Der Wasserzähler dreht sich, aber ich sehe nirgends Feuchtigkeit. Geht das?
Ja, und das ist sogar häufig. Wasser sucht sich den Weg des geringsten Widerstands: es kann in die Dämmschicht unter dem Estrich laufen, an einer Leitung entlangwandern oder ins Erdreich versickern, ohne dass an der Oberfläche etwas zu sehen ist.
Ein drehender Zähler bei geschlossenen Hähnen ist ein ernstzunehmendes Zeichen. Je früher geortet wird, desto weniger Bausubstanz nimmt Schaden.
Orten Sie auch Lecks an Heizungsrohren?
Nein. Wir arbeiten ausschließlich an Wasser- und Abwasserleitungen. Heizungsanlagen, Heizkreise und Gasleitungen gehören nicht zu unserem Bereich.
Rufen Sie trotzdem gern kurz an – wenn wir nicht der Richtige sind, sagen wir Ihnen das sofort, statt Ihnen einen Termin zu verkaufen.
Passt vielleicht auch
Wenn die Stelle gefunden ist, geht es meist mit einem dieser Punkte weiter.
Feuchte Stelle, aber keine Ahnung woher?
Rufen Sie an und beschreiben Sie kurz, was Sie sehen. Oft lässt sich schon am Telefon eingrenzen, ob es ein Leitungsleck sein kann oder ob etwas anderes dahintersteckt.
0163 2264653 Sie sprechen direkt mit einem Handwerker. Foto der feuchten Stelle schickenRückruf zur Leckortung anfordern
Wir melden uns in der Regel innerhalb weniger Minuten.